Die Aktivitäten von «media FORTI»

Der Verein «media FORTI» ist unabhängig von Parteien und Interessenverbänden. Wir engagieren uns für eine neue Medienpolitik im öffentlichen Interesse. Seit unserer Lancierung im Herbst 2017 haben wir uns im Rahmen von Vernehmlassungen und Gesetzgebungsprozessen mit konstruktiven Vorschlägen aktiv eingebracht.

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Medienförderung und Änderung der Bundesverfassung

In National- und Ständerat wurden mehrere Parlamentarische Initiativen für eine Verfassungsänderung und eine Ausweitung der indirekten Presseförderung eingereicht. Auch der Bundesrat hat sich für Massnahmen zur Unterstützung von Onlinemedien und Zeitungen ausgesprochen. «media FORTI» teilt die Besorgnis um die Zukunft der Schweizer Medien.

Verfassung

Zur Versorgung aller Altersgruppen mit Journalismus braucht es eine direkte Journalismusförderung und indirekte Fördermassnahmen.

  • kurzfristig: indirekte Förderung (SDA, Presserat, Aus- und Weiterbildung, Infrastruktur)
  • kurzfristig: direkte Förderung von Onlinejournalismus
  • kurzfristig: auf zehn Jahre befristeter Ausbau der Vertriebsförderung für die Presse (Auslaufklausel)
  • langfristig: Verfassungsänderung, um eine direkte, gattungsneutrale Journalismusförderung zu ermöglichen

Mit diesem Vorgehen kann die Politik einen wichtigen Beitrag zum Erhalt einer vielfältigen Medienlandschaft leisten.

«media FORTI» ist auch zu einer Anhörung der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrates (KVF-N) zur zukünftigen Medienförderung im September 2019 eingeladen.

«media FORTI» unterstützt den Jugendmedienschutz

Jugendmedienschutz

Der Bundesrat hat im Frühjahr 2019 den Vorentwurf für ein neues Bundesgesetz über den Jugendschutz in den Bereichen Film und Videospiele (JSFVG) in die Vernehmlassung geschickt. «media FORTI» unterstützt das vorgeschlagene JSFVG als notwendige Ergänzung zur Medienkompetenzförderung uneingeschränkt. Wir regen aber an, den Jugendmedienschutz zeitnah auch auf lineares Fernsehen und nichtlineare audiovisuelle Mediendienste auszuweiten.

Die Schweiz braucht ein mutigeres Mediengesetz

Der Bundesrat hat im Sommer 2018 seinen Vorschlag für ein neues Bundesgesetz über elektronische Medien präsentiert. «media FORTI» unterstützt die Neuerungen im Gesetzesentwurf klar, insbesondere den technologieneutralen Regulierungsansatz und die unabhängige Kommission für elektronische Medien (KOMEM). Doch die vorgeschlagenen Massnahmen gehen nicht weit genug. Die Schweiz braucht ein mutigeres Mediengesetz.

BGeM

Wir fordern deshalb unter anderem eine direkte Medienförderung für Onlinejournalismus (unabhängig davon, ob es sich um Audio-, Video- oder Textangebote handelt), Mindeststandards für Radiosender ohne Leistungsauftrag, die Sicherstellung des regionalen Service public sowie eine Trägerschaft zur demokratischen Verankerung der KOMEM.

Die Forderungen von «media FORTI» werden auch von zahlreichen Verbänden und Vereinen aus Medien und Zivilgesellschaft geteilt.

Neues SRG-Konzession

SRG-Konzession

Im Frühjahr 2018 fand eine Vernehmlassung über eine leicht revidierte Konzession für die SRG statt. «media FORTI» unterstützt die Stossrichtung der Revision grundsätzlich, insbesondere die stärkere Fokussierung der SRG auf ihren Service-public-Auftrag und eine Anpassung an die Digitalisierung. Gleichzeitig sollte die Umwandlung der SRG in ein multimediales Onlineangebot aber noch forciert werden.

Wuchtige Ablehnung der «No-Billag»-Initiative

Die Stimmberechtigten haben die «No-Billag»-Initiative deutlich verworfen. Das ist ein wichtiges Bekenntnis zum Journalismus und zu starken Medien in der Schweiz. Das Nein basiert auf der Erkenntnis, dass der mediale Service public auf eine öffentliche Finanzierung angewiesen ist.

Nein zu No Billag

Doch die Arbeit an der Zukunft der Schweizer Medienlandschaft beginnt damit erst. Das Abstimmungsergebnis ist auch ein Signal, um nun konstruktiv und lösungsorientiert über die Zukunft der Schweizer Medienlandschaft zu diskutieren. Die fortschreitende Digitalisierung verändert Mediennutzung und Medienproduktion grundlegend. Es braucht deshalb auch eine Reform der Medienpolitik.

Um starke private und öffentliche Medien zu erhalten, fordert «media FORTI» deshalb:

  • den Aufbau einer neuen digitalen Infrastruktur für modernen Journalismus, auf der private Anbieter untereinander im Wettbewerb stehen;
  • die Implementierung einer unabhängigen Förderung von Onlinemedien, um die Produktion von Journalismus bei privaten Medien sicherzustellen;
  • den Umbau der SRG SSR in eine audiovisuelle Multimediaanbieterin, die innovativen Service public bietet und den digitalen Anforderungen gerecht wird;
  • die Förderung von Medienkompetenz, die über die Bedienung von Geräten und den Konsum von Medienangeboten hinaus geht.

Die digitale Medienzukunft hat bereits begonnen. Es ist höchste Zeit, sie zu gestalten.

Aufruf «Die Medienschweiz neu denken»

Die Schweizer Demokratie braucht starke Medien. Wir von «media FORTI» fordern deshalb eine neue Medienpolitik. Es geht um nichts weniger, als die Medienschweiz neu zu denken!

Deshalb haben wir einen öffentlichen Aufruf lanciert. Darin fordern wir

  1. eine neue Infrastruktur für modernen Journalismus, auf der private Anbieter untereinander im Wettbewerb stehen;
  2. eine starke SRG, die einen Service-public-Auftrag erfüllt.
Die Idee von media FORTI

Jetzt den ganzen Aufruf lesen und am besten gleich unterschreiben!

Hintergrundtexte

Zu den wichtigsten Aspekten unseres Aufrufs haben wir auch kurze Hintergrundtexte mit weiteren Informationen verfasst.

Lancierung von «media FORTI»

An öffentlichen Lancierungs-Events in Zürich und Lausanne präsentierte «media FORTI» Anfang Oktober 2017 Lösungen, um die gegenwärtige Existenzkrise der Medien zu bewältigen.